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Falsche und zu reichliche Ernährung plus Bewegungsmangel begünstigen als gefährlichste Risikofaktoren sehr viele Erkrankungen und kosten Lebenszeit. Die übliche Nahrung der westlichen Industrienationen ist viel zu kalorienreich, zu fett, zu salzig und viel zu ballaststoffarm.
Jeder dritte in der Bevölkerung ist übergewichtig - eine wesentliche Ursache für die Entstehung von Herz- und Kreislauferkrankungen sowie eine Fehl- und Überbelastung unseres Bewegungsapparates. Eine ballaststoffarme Ernährung ist im Verein mit anderen Faktoren ein wichtiger Auslöser von z.B. Dickdarmkrebs. Die Fälle von Nahrungsallergien häufen sich.
Wir sind selbst für unsere Lebensweise und Ernährung verantwortlich. Es ist für jeden Menschen enorm wichtig, sich dieser Selbstverantwortung bewußt zu werden, sich dies als persönliche Aufgabe zu stellen.
 Wie ernähre ich mich richtig?
Wer sich nach den Empfehlungen der Vollwerternährung richtet, der ist mit allen Nährstoffen in einer günstigen Zusammensetzung versorgt.
Die einzelnen Abschnitte dieser Seite im Überblick:
Grundsätze der Vollwerternährung
- In der Vollwerternährung werden pflanzliche Lebensmittel bevorzugt. Frisches Obst und Gemüse bilden den Hauptanteil. Die Lebensmittel sollten so wenig wie möglich verarbeitet werden, damit wichtige Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Fleisch, Fisch und Eier sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden. Naturbelassene Öle, Milch und Milchprodukte ergänzen den Speiseplan.
- Die Zubereitung der Speisen soll schonend und mit wenig Fett sein. Kurze Garmethoden, wie dämpfen und im Wok-Topf schmoren, sollten bevorzugt werden. Etwa die Hälfte der Nahrung soll aus unerhitzter Frischkost bestehen.
- Nahrungsmittel aus bestimmten Technologien, wie z.B. Lebensmittelbestrahlung, Gentechnologie und Food-Design sollen gemieden werden.
- Ein wesentlicher Punkt der Vollwerternährung ist, möglichst Nahrungsmittel aus ökologisch kontrolliertem Anbau zu verwenden, wie man sie in Bioläden oder bei Bio-Bauern direkt bekommt.
Ernährungsphysiologie der Vollwerternährung:
- Bei der Vollwerternährung handelt es sich um eine vorwiegend ovo-lacto-vegetabile Kostform. In Studien hat sich erwiesen, daß Personen mit überwiegend vegetarischer Kostform (plus Nichtrauchen und regelmässiger Bewegung) einen deutlich niedrigeren Gehalt von Cholesterin und Harnsäure im Blut aufweisen, außerdem häufiger normalen Blutdruck und auch normales Körpergewicht (sowie Leibumfang) haben.
Die an Ballaststoffen reiche Kost verbessert die Darmperistaltik (= Darmbewegung) und wirkt somit der Obstipation (Verstopfung) entgegen, hilft Giftstoffe (aus der Umwelt, aus industriell erzeugten Nahrungsmitteln, von Stoffwechselendprodukten stammend etc.) über den Stuhl auszuscheiden, und z.B. die Blutfette zu senken. Wichtig ist bei einer ballaststoffreichen Kost, täglich genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen:
2-3 Liter pro Tag sind empfehlenswert.
- Durch den hohen Verzehr von frischem Obst und Gemüse nehmen Sie neben Vitaminen und Mineralstoffen noch andere, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe auf, die den Stoffwechselablauf begünstigen und die Abwehrkräfte des Organismus stärken. Das Ergebnis einer Fünf-Jahres-Studie des deutschen Krebsforschungszentrums vor einigen Jahren brachte den Beweis für ein geringeres frühes Sterberisiko bei Menschen mit einer ovo-lacto-vegetabilen Ernährungsweise.
- Durch die Auswahl naturbelassener hochwertiger Fette (Öle) führen Sie wichtige Fettbegleitstoffe wie Vitamin E, Betacarotin (Vorstufe des Vitamin A), Sterine (Gegenspieler des Cholesterins), biologisch aktive Fettsäuren wie Linolsäure und Linolensäure (ungesättigte Fettsäuren) zu. Diese Stoffe helfen einer Verklumpung der Thrombozyten (Blutplättchen) entgegenzuwirken und führen somit zu besseren Fließeigenschaften des Blutes.
- Nahrungsmittel aus kontrolliert-ökologischem Anbau sind mit weniger Schadstoffen und Pestizidrückständen belastet als herkömmliche Nahrungsmittel.
Allgemeine Tips:
- Milchsaures wie Sauerkraut und anderes Gemüse, alle Sauermilchprodukte wie Buttermilch, Joghurt usw. bringen uns natürlichen Nachschub an Milchsäurebakterien für unsere Darmflora.
- Hülsenfrüchte, alle Kohlsorten, sowie Trockenfrüchte sollten in unserem täglichen Speiseplan nicht fehlen.
- Salzen Sie Ihre Speisen nicht obligatorisch vorweg, sondern ganz zum Schluß der Zubereitung.
- Sparen Sie nicht an hübschen Garnituren. Sie wissen, das Auge ißt mit. Ersetzen Sie öfter die vielen bunten, aus Industriezucker hergestellten Süßigkeiten durch die natürlichste Süßgkeit: Obst in jeder Form.
- Nehmen Sie sich Zeit zum Essen, kauen Sie gut und lange. Trinken Sie nicht während des Essens.
Unsere Menüs sollen Sie animieren, sich der Vollwertkost zuzuwenden. Vielleicht haben Sie das ja auch schon getan und fühlen sich durch unsere Tips bestätigt. Vertrauen Sie auf Ihr eigenes Sättigungsempfinden, und Sie werden Kalorientabellen nicht mehr benötigen.
Erhalten Sie sich Ihre Gesundheit und schaffen Sie sich neue Lebenskraft und Freude, gestützt auf 80 Jahre Erfahrung des ganzheitlichen Konzeptes der Klinik Dr. Otto Buchinger in Bad Pyrmont!
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